Was ist Slippage im Forex-Handel

A slippage is the difference between the preferred buying or selling price when a person places an order, and the actual buying price at which he or she acquires or sells the currency.

 

Ist Slippage im Forex-Handel etwas Schlechtes? Das ist eine Frage, die sich der Großteil der Handelsanfänger häufig stellt. Sie ist nicht klar mit „Ja“ oder „Nein“ zu beantworten. Das liegt daran, dass Slippage je nach den Bedingungen, zu denen sie auftritt, entweder vorteilhaft oder schädlich sein kann.

Um die Frage vollständig zu beantworten, wird in diesem Artikel leicht verständlich erklärt, was Slippage auf dem Aktienmarkt bedeutet. Sie finden hier auch verschiedene Beispiele, um sicherzustellen, dass Sie das Konzept verstehen und es beim Forex-Handel anwenden können.

Lassen Sie uns zuerst die allgemeinen Definitionen einiger Forex-Begriffe ansehen, die für dieses Thema relevant sind:

Profitabler Trade

Auf dem Aktienmarkt ist ein profitabler Trade jede Transaktion, bei der der Ausführende die Möglichkeit hat, Profit zu machen. Einen profitablen Trade durchzuführen bedeutet nicht automatisch, dass Sie einen Gewinn machen werden; es bedeutet vielmehr, dass es die Möglichkeit gibt, einen Ertrag zu erwirtschaften.

In einem solchen Trade wird erwartet, dass Sie einen Ertrag erwirtschaften, nachdem Ihr Broker seine Servicegebühren abgezogen hat. Einige Broker werden Sie auch darüber informieren,  ob es positive Signale auf dem Markt gibt und Sie warnen, wenn sie davon ausgehen, dass bei einem solchen Trade nur minimale oder keine Chancen auf Gewinne besteht.

Marge

Die Marge ist der Geldbetrag, den Sie in einen Trade investieren. Die Marge wird mit einberechnet, wenn bestimmt wird, ob ein Trade lohnenswert ist oder nicht. Theoretisch ist es möglich, aus jedem investierten Betrag einen Profit zu erzielen, wenn die Bedingungen günstig sind. Jedoch sind manche Beträge zu gering und müssen deshalb gekürzt werden.

Beispiel: Wenn Sie eine Investition von 20 $ tätigen und daraus einen Profit von 0,00005 % erwirtschaften, bedeutet das, dass Sie einen Profit von 0,00001 $ gemacht haben. Aber Dollarbeträge werden nur mit bis zu vier Dezimalstellen angegeben, und deshalb bedeutet das in der Praxis, dass Sie, wenn die Transaktion in das Geschäftsbuch eingetragen wird, kein Geld verdient haben.

Sehen wir uns aber eine Investition von 2.000 $ an, bei dem ein Profit von 0,00005 % erzielt wurde. Dann erhalten Sie 0,001 $, eine Zahl mit drei Dezimalstellen, die deshalb in den Büchern festgehalten werden kann.

Je größer die Marge eines Investors, desto höher seine oder Ihre Chance auf einen größeren Gewinn. Das ist der Grund, warum Broker Mindest-Margen festlegen.

Hebel

Wenn Sie die Mindest-Marge erreichen, kann Ihr Broker Ihnen auch einen Hebel anbieten, um Ihre Kaufkraft zu erhöhen und damit Ihre Profite weiter zu steigern. Ein Hebel ist wie ein „Schnell-Kredit“, allerdings verlangen Broker darauf keine direkten Zinsen. Die meisten Broker erlauben Ihnen, bis zu 100 Prozent Ihrer Marge zu leihen.

Beispiel: Wenn Sie eine Marge von 1.000 $ festlegen, können Sie weitere 1.000 $ vom Broker erhalten und somit einen Gesamtbetrag von 2.000 $ investieren. Wenn alles gutgeht, verdienen Sie damit größere Profite als Sie mit Ihrem ursprünglichen Betrag verdient hätten. Der Broker wird nur die 1.000 $ zurückverlangen und Ihnen die gesamten Profite überlassen.

Ein höherer Hebel bedeutet aber auch höhere Risiken. Sollte ein Trade ein negatives Ergebnis generieren, wird der Broker den Hebel zurückverlangen. Doch auch in einem solchen Fall ist es nicht möglich, in einem Trade alles zu verlieren, denn es gibt Systeme, die Ihren Trade automatisch stoppen, wenn die Verluste eine gewisse von Ihnen oder dem Broker festgelegte Grenze überschreiten.

 

Spread

Im FX-Handel ist ein Spread der Unterschied zwischen dem Kaufpreis (Briefkurs) einer Währung und ihrem Verkaufspreis (Geldkurs). Ein Spread kann entweder positiv oder negativ sein. Würden Sie 1 £ für 1,4312 $ kaufen und später für 1,4412 $ verkaufen, beträgt der Spread hier 0,0100 $ oder 100 Pips.

Wenn Sie allerdings 1 £ für 1,4412 $ kaufen und später für 1,4312 $ verkaufen, erhalten Sie einen negativen Spread. In diesem Fall beträgt Ihr Spread negative 0,0100 $ oder -100 Pips.

Order

Eine Order ist eine Anweisung eines Investors an den Broker, ein Instrument zu kaufen oder zu verkaufen.

Im Devisenhandel kann eine Order entweder direkt oder durch konkludente Zustimmung in einem Vertrag oder konditionale Einstellungen in einem Online-Forex-Konto erteilt werden. Im letzten Fall kommen Begriffe wie Limit-Order oder Markt-Order ins Spiel.

Was ist also Slippage?

Slippage ist der Unterschied zwischen dem bevorzugten Kauf- und Verkaufspreis, wenn eine Person eine Order platziert, und dem tatsächlichen Preis, zu dem er oder sie die Währung erwirbt oder verkauft.

Viele Faktoren können dazu führen, dass eine Person eine Währung zu einem Preis erwirbt oder verkauft, zu dem es nicht geplant war. Es kann die Entscheidung dieser Person sein oder es könnte keine Händler geben, die zum Order-Preis kaufen oder verkaufen wollen.

Slippage bei Kauf-Orders

Wenn der Wechselkurs für EUR/USD z. B. 1,0893 beträgt und eine Person trotzdem eine Order platziert hat, um 1 € für 1,0000 $ zu kaufen, bestimmen die Bedingungen, die die Person in der Order festgelegt hat, ob  der Broker den EUR zum aktuellen Preis kauft oder die Transaktion abbricht.

Wenn die festgelegten Bedingungen es dem Broker erlauben, mit dem Kauf fortzufahren, bedeutet das, dass der Investor weniger EUR kauft als er es anfänglich erwartet hat, da dieser pro Einheit mehr kostet.  Dies wird als negative Slippage bezeichnet.

Allerdings bedeutet negative Slippage nicht, dass der Käufer einen Verlust gemacht hat, und es bedeutet auch nicht, dass die Gewinnerwartung des Käufers gestorben ist. Profit und Verlust können nur bestimmt werden, nachdem die Person die Währung verkauft hat.

Wenn der Wert des EUR weiter steigt, z. B. auf 1,5000 $, könnte der Käufer an diesem Punkt verkaufen und einen Spread von 0,4107 $ (1,5000 $ – 1,0893 $) erhalten.

So hat die Person trotz negativer Slippage Profit erwirtschaftet. Andererseits ergibt sich ein Verlust, wenn der Wert des EUR zum Verkaufszeitpunkt so fällt, dass der Spread negativ ist.

Slippage bei Verkauf-Orders

Ein Investor, der EUR besitzt, möchte diese möglicherweise verkaufen und USD erwerben. Angenommen, der vom Verkäufer bevorzugte Kurs sei EUR/USD 1,5000, es finden sich jedoch nur Käufer, die maximal 1,4000 $ pro EUR bezahlen wollen.

In diesem Fall kann sich die Person abhängig von den in der Verkaufs-Order festgelegten „Verhandlungs“-Bedingungen entweder dazu entscheiden, mit der Transaktion fortzufahren oder diese abzubrechen.  Wenn die Bedingungen den Kauf bei EUR/USD 1,4000 erlauben, bedeutet das, dass die Person negative Slippage haben wird.

Aber wie auch bereits im vorherigen Fall entscheidet negative Slippage alleine nicht über Gewinn oder Verlust, obwohl sie in diesem Fall die Gewinnerwartungen des Verkäufers reduziert.  Der Verkäufer kann die angesprochenen EUR zu einem niedrigeren Preis gekauft haben als die 1,4000 $, die die Käufer bieten und somit wäre der Spread trotz der negativen Slippage positiv.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Slippage nur das Profit-Niveau des Investors beeinflusst und alleine nicht über Profit oder Verlust eines Trades entscheidet. Eine positive Slippage zeigt Möglichkeiten höheren Gewinns an (garantiert ihn aber nicht), während negative Slippage niedrigere Profite bedeutet.

Man kann auch sagen, dass eine negative Slippage erst nach einem vollen Kauf-Verkauf-Zyklus zu einem Verlust führen kann. Aber auch das ist nicht ganz wahr, da Faktoren wie Marge, Hebel, Steuern, Servicegebühren und Inflation und andere das Ergebnis ebenfalls beeinflussen.

Um ihre Interessen zu schützen, verwenden Investoren Werkzeuge wie Limit-Orders und Markt-Orders, um eine Transaktion anzuhalten, wenn sie meinen, diese sei für sie nicht vorteilhaft. Brokerkonten können bestimmte Prozesse auch automatisch blockieren, wenn sie der Meinung sind, dass diese dem Investor und im Endeffekt auch dem Unternehmen selbst katastrophalen Schaden zufügen würde.