Was ist Stop-Loss und Stop-Limit-Order?

Eine Stop-Loss-Order, auch Stop-Order oder Stop-Market-Order genannt, ist eine Anweisung des Investors an den Broker, eine bestimmte Aktie automatisch zu handeln, wenn ihr Preis unter ein bestimmtes Niveau fällt

What is a Stop Loss Order?

Eine Stop-Loss-Order, auch Stop-Order oder Stop-Market-Order genannt, ist eine Anweisung des Investors an den Broker, eine bestimmte Aktie automatisch zu handeln, wenn ihr Preis unter ein bestimmtes Niveau fällt.

Eine Stop-Loss-Order wird im Börsenwesen als Strategie zur Risikominimierung angesehen. Es handelt sich um einen fortgeschrittenen Order-Typ, der normalerweise von vielen Brokern angewandt wird.

Bei all den verschiedenen Aspekten, die beim Aktienkauf beachtet werden müssen, kann es leicht passieren, einige der Strategien zu vergessen, die Ihnen helfen können, sich vor Verlusten zu schützen und Gewinne zu maximieren.

Eine Stop-Loss-Order kann eine dieser Facetten sein, die Sie in Ihrer Risikomanagementstrategie nicht vergessen sollten.

Eine Stop-Loss-Order wird bei einem Broker platziert, um eine Aktie zu kaufen oder zu verkaufen, sobald ein bestimmtes Preisniveau erreicht wird

Sie begrenzt die möglichen Verluste eines Investors. Wenn Sie zum Beispiel eine Stop-Loss-Order für etwa 10 % unter dem Preis setzen, zu dem Sie die Aktie gekauft haben, wird sie den Verlust auf 10 % begrenzen.

Nehmen wir an, Sie haben Microsoft (Nasdaq:MSFT) zu 22 $ pro Aktie gekauft. Nach dem Kauf setzen Sie eine Stop-Loss-Order für die Aktie bei 20 $. Das bedeutet, dass die Aktie zum vorherrschenden Marktpreis verkauft wird, sollte ihr Kurs unter 20 $ fallen.

Die Order besagt, dass Sie als Investor oder Händler einen Trade für diese Aktie nur dann durchführen wollen, wenn während des Handels ein bestimmtes Preisniveau erreicht wird.

Eine Stop-Loss-Order kann sich von der typischen Markt-Order unterscheiden, bei der ein Investor einfach bestimmt, dass eine bestimmte Anzahl von Aktien zum aktuellen Gleichgewichtspreis gehandelt werden soll. Deshalb ist eine Stop-Limit-Order eine automatische Handels-Order, die ein Investor an seinen Broker erteilt.

Die Order wird nur dann aktiv und ausführbar, wenn der Aktienkurs unter den in der Stop-Loss-Order-Anfrage des Investors angegebenen Wert fällt.

Ein Beispiel für Stop-Order

Wenn Sie Aktien einer Anlage für 20 $ kaufen und diese aktuell für 30 $ pro Aktie gehandelt werden und Sie Ihre Aktien halten wollen, um vom Kursanstieg zu profitieren, können Sie eine Stop-Order bei ca. 25 $ setzen, um sich vor unerwarteten Verlusten zu schützen.

Stop-Order sind für einen Investor wichtig, da sich Aktienkurse unerwartet und plötzlich ändern können und Sie unter Umständen zu diesem Zeitpunkt nicht persönlich mit Trades darauf reagieren können. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie keinen Stop-Order-Preis festgelegt haben, möglicherweise weitere Verluste erleiden und Ihr gesamtes Kapital verlieren könnten.

Während Sie bei einer Position einerseits einen Gewinn einfahren wollen, wollen Sie andererseits auch vermeiden, all die unrealisierten Gewinne zu verlieren, die sich seit dem Kauf der Aktie bereits angesammelt haben. Sie wollen daher sicherstellen, dass Sie die Position verkaufen könnten, sollte der Aktienkurs auf 25 $ fallen.

Sie müssen den Markt nicht jeden Tag im Auge behalten, um die Aktien zu verkaufen, falls der Kurs fällt; die Stop-Limit-Sell-Order, die Sie bei Ihrem Broker festgelegt haben, führt den Verkauf automatisch aus, falls sich der Kurs in eine Richtung entwickelt, die droht, ihre unrealisierten Gewinne zu vernichten.

Unrealisierte Gewinne sind Gewinne durch eine Investition, die nur auf dem Papier existieren. Wenn Sie eine Position ausgeführt haben und diese profitabel ist, Sie den Gewinn aber noch nicht haben auszahlen lassen, bleibt die Position offen. Der Gewinn wird erst realisiert, wenn Sie die Position mit Gewinn geschlossen haben. Dasselbe gilt für unrealisierte Verluste, bei denen eine Aktie unter den Wert fällt, zu dem Sie die Position geöffnet haben.

Warum Stop-Loss-Order wichtig sind

Stop-Loss-Order werden oft als eine kurzfristige Aktienhandelsstrategie angesehen. Diese Order sind nützlich, da sie mit ihnen Ihren Trade nicht mehr jederzeit im Auge behalten müssen. Der Trade ist im Großen und Ganzen auf Autopilot gestellt.

Diese Strategie ist besonders für jene Händler hilfreich, die als emotionale Investoren angesehen werden.

 

Wann Stop-Loss-Order ein Risiko darstellen können

Während Ihnen Stop-Loss-Order lebenswichtige Handelsdisziplin bieten können, da sie sicherstellen, dass Verluste minimiert werden, wenn die Kurse sich negativ entwickeln, können sie andererseits auch das Risiko erhöhen, eine Position zu früh zu verkaufen. Das ist vor allem bei volatilen Aktien der Fall.

Beispiel: Wenn Ihre Aktie während eines Zeitraums von einem Monat zwischen 20 $ und 50 $ fluktuierte, verpassen Sie wahrscheinlich den Preisanstieg, den Sie ansonsten mitgenommen hätten. Deshalb kann die Nutzung von Stop-Loss-Ordern für langfristige orientierte Händler kontraproduktiv sein.

 

Wenn der Kurs einer Aktie fällt, realisiert die Stop-Loss-Order einen Verlust und gibt Ihnen nicht die Möglichkeit, zu bestimmen, ob ein scheinbar geringer Kursrückgang womöglich eine Kauf-Möglichkeit anzeigt.

Es kann passieren, dass ein Aktienkurs fällt und dann plötzlich wieder steigt. Wenn Ihre Aktienposition bereits geschlossen ist, wenn der Preis unerwartet steigt, haben Sie die Möglichkeit verpasst, große Gewinne zu machen.

 

Stop-Loss-Order dienen nicht nur dazu, Verluste zu vermeiden.

Traditionell sind Stop-Loss-Order wie der Name schon sagt Werkzeuge, um Verluste vermeiden. Jedoch können Sie auch verwendet werden, um Gewinne zu sichern. In diesem Fall werden Sie Trailing-Stops genannt.

In einem solchen Fall bezieht sich der Stop-Loss-Order nicht auf den Preis, zu dem Sie die Aktie gekauft haben, sondern auf ein gewisses Prozentniveau an Kursverlusten. Der Preis eines Stop-Loss wird daher sich an Kursschwankungen der Aktie anpassen.

Trailing-Stops erlauben Ihnen, Profite bei einer bestimmten Anlage laufen zu lassen, während sie Ihnen auch garantieren, dass Sie zumindest ein wenig Gewinn realisieren können.

Fazit

Ein Stop-Loss-Order ist ein wichtiges Werkzeug, das viele Investoren in ihren Trades nicht nutzen. Es das Potential, Verluste zu vermeiden und Gewinne in Zeiten von schwankenden Aktienkursen zu sichern. Andererseits ist es sehr wichtig, zu realisieren, dass diese Stop-Loss-Order nicht immer garantieren, dass Sie auf dem Aktienmarkt Gewinn machen.

 

Sie müssen beim Aktienhandel immer noch intelligente Entscheidungen treffen, ansonsten laufen Sie Gefahr, ebenso Geld zu verlieren, wie Sie es auch beim Handel ohne Stop-Loss getan hätten − nur langsamer.