Was ist Forex?

Lernen Sie hier mehr über die Basis Elemente des Forex Handels, wie Spreads, Pips Lots und Margen.

Das Internet ist voll von Ratschlägen zum Devisenhandel, Währungshandelsstrategien und Finanz-Gurus, die unglaubliche Renditen versprechen, wenn Sie nur ihren strategischen Handelsplänen folgen.

Von Videotrainings bei YouTube über Investment-Blogs, The Wall Street Journal und Infomercials im Fernsehen – jeder ist bestrebt, den Alltagstrader zu beeindrucken.

Regelmäßig werden Versprechen hinsichtlich großer Gewinne in die Runde geworfen, unter der Bedingung, dass Sie direkt loslegen und sofort mit dem Devisenhandel beginnen.

Doch schon bei Shakespeare heißt es „Wer hastig läuft, der fällt“ – man sollte niemals überstürzt mit dem Handeln von Devisen beginnen, bevor man ein gründliches Verständnis für die Terminologie des Währungshandels, den Jargon und die analysebezogene Realität gewonnen hat.

Die Welt des Währungshandels ist wie ein geschäftiger Bienenstock mit einem unglaublichen Ertragspotenzial. Bevor Sie sich mit dem Handel von echtem Geld befassen, möchten wir Ihnen die wichtigsten Konzepte vorstellen, so wie Lots, Pips, Spreads, Margen und Hebel

Der Devisenmarkt (englisch: Forex, für „foreign exchange“) ist der größte Finanzmarkt der Welt und übertrifft mit seinem Umsatz die New York Stock Exchange, die London Stock Exchange, den Hang Seng Index und alle anderen Indizes zusammengenommen.  Bei einem solchen Volumen ist Ihr Ziel als Devisenhändler ein langfristiger Kapitalzuwachs

Machen Sie es sich gemütlich, denn wir werden Sie zu einem Crashkurs in die spannende und einträgliche Welt des Devisenhandels mitnehmen!

Was ist ein Lot?

Ein Lot ist eine bestimmte Menge von Deviseneinheiten (üblicherweise Währungspaaren), die Sie kaufen oder verkaufen wollen.  Es wird als Lotgröße oder als Handelsvolumen bezeichnet.

Es gibt im Grunde drei Arten von Lots: das Standard-Lot, das Mini-Lot und das Mikro-Lot.

  • Standard-Lots sind ein Vielfaches von 100.000 Einheiten des zugrunde liegenden Instruments
  • Mini-Lots sind ein Vielfaches von 10.000 Einheiten des zugrunde liegenden Instruments
  • Mikro-Lots sind ein Vielfaches von 1000 Einheiten des zugrunde liegenden Instruments

Nehmen wir das AUD/USD-Währungspaar als Beispiel. Wenn Sie 1 Lot kaufen, investieren Sie in 100.000 AUD (der Australische Dollar ist in dieser Paarung die Basiswährung).

Die Methode, nach der Lots definiert werden, variiert zwischen den Brokern und Handelsplattformen. Es ist unerlässlich, dass Sie Ihre Hausaufgaben machen, bevor Sie beginnen, Lots zu handeln. Die meisten Investment-Gurus schlagen vor, dass Anfänger Erfahrung mit dem Devisenhandel sammeln, indem Sie mit einem Demo-Konto üben, bevor sie echtes Geld einzahlen und handeln. Das wird Ihnen dabei helfen, besser zu verstehen, wie der Handel mit Lots am Markt live funktioniert.

Werfen Sie einen Blick auf die untenstehenden Bilder, welche Standard- und Mikro-Lots betreffen. Beachten Sie, wie sich der Dezimalpunkt des Lots von 1,00 im linken Bild (ein Standard-Lot) zu 0,01 im rechten Bild verschiebt (ein Mikro-Lot):

Was ist ein Lot

Was ist ein Lot

Was ist ein Pip?

Wenn Sie den Wechselkurs zwischen zwei Währungen untersuchen, steht ein Pip für die Standardeinheit zur Messung von Preisveränderungen. Genau gesagt ist ein Pip normalerweise ein Hundertstel eines Prozents des Werts, oder – in Zahlen ausgedrückt – 0,0001 %. In der Welt des Devisenhandels ist es auch als ein Basispunkt oder eben Pip bekannt.

Die oben angeführte Definition eines Pips trifft auf alle Währungspaare zu, deren Wert mit vier Nachkommastellen notiert wird; im Falle des Japanischen Yens (¥) wird die 0,01-%-Regel jedoch durch die 1-%-Regel ersetzt, da der Japanische Yen (¥) mit zwei Nachkommastellen notiert wird.

Werfen Sie zur weiteren Verdeutlichung von Pips einen Blick auf die untenstehenden Bilder, welche Währungspaare betreffen. Achten Sie insbesondere auf die 4 Nachkommastellen beim AUD/USD-Währungspaar und auf die 2 Nachkommastellen beim USD/JPY-Währungspaar.

Als Beispiel wäre ein Kurszuwachs des Paares AUD/USD von 0,9467 auf 0,9468 ein Zuwachs um 1 Pip. Wenn wir uns im Gegensatz dazu das USD/JPY-Währungspaar ansehen, erkennen wir einen Kursverlust von 100,92 auf 99,92, was einen Verlust von 100 Pips bedeutet.

Was ist ein Pip?

Was ist ein Spread?

Beim Devisen- und Aktienhandel steht der Spread für die Differenz zwischen dem Geldkurs (englisch: „bid“) und Briefkurs (englisch: „ask“) eines Anlagegegenstands. Maklergesellschaften verkaufen Währungspaare zu einem höheren Preis an Händler und kaufen sie zu einem niedrigeren.

Eine Kombination mehrerer Faktoren bestimmt den Spread eines Währungspaares, unter anderem die Kostenstruktur des Brokers, das Marktangebot und die Nachfrage.

Der Spread eines Währungspaares ist leicht herauszufinden, da man ihn einfach aus dem Geld- und Briefkurs auslesen kann. Nehmen wir das Währungspaar AUD/USD, welches folgendermaßen notiert ist: 0,9423/0,9427.

Wir wissen also, dass der Verkaufspreis (Geldkurs) 0,9423 und der Kaufpreis (Briefkurs) 0,9427 beträgt. Daraus lässt sich der Spread ganz einfach als 0,0004 oder 4 Pips berechnen.  Der Grund, weshalb der Spread so wichtig ist, besteht darin, dass er die kleinste Anzahl an Pips beschreibt, die sich der Kurs (in eine bestimmte Richtung) bewegen muss, damit Sie bei einem beliebigen Handel die Gewinnschwelle erreichen.

 

Was ist Ihr Kontostand?

Die verfügbare Geldmenge auf Ihrem Konto, ohne offene Positionen, ist Ihr Kontostand.

Was ist Eigenkapital?

Eigenkapital umfasst all Ihre Geldmittel auf Ihrem Handelskonto sowie Gewinne und Verluste aus offenen Positionen. Wenn Ihr Kontostand momentan 5000 $ beträgt und Sie kürzlich eine Position eröffnet haben, welche um 1500 $ im Wert gestiegen ist, beträgt Ihr Eigenkapital 6500 $.

Die Formel zur Berechnung des Eigenkapitals sieht folgendermaßen aus:

Eigenkapital = Kontostand + Handelsgewinne – Handelsverluste

In der Finanzwelt steht Eigenkapital für den Besitz von Vermögenswerten, wie zum Beispiel Aktien, Immobilien und anderen Besitztümern.

Was ist eine Marge?

 

Eine Marge wird als Pfand oder Sicherheitsleistung für die Eröffnung eines Handelsgeschäfts mit einem Broker angesehen.  Positionen werden mittels geliehenem Geld eröffnet, welches man über die Ausnutzung des Hebels vom Broker/Market-Maker erhält.

Margenhandel erlaubt Anlegern, mit kleineren Kapitalbeträgen gehebelte Positionen am Markt zu eröffnen und damit größere Volumen zu bewegen, als es unter normalen Umständen möglich wäre.  Die Berechnung einer Marge erfolgt, indem man den Marktwert eines Instruments heranzieht und durch den Hebelsatz teilt.

Wenn wir zum Beispiel 1 Lot des Währungspaares EUR/USD (also 100.000 Euro) mit einem Hebel von 200:1 kaufen würden, würden wir 100.000 durch 200 teilen und 500 Euro herausbekommen.  Dieser Betrag ist die notwendige Marge, welche zugeteilt werden muss, um den Handel offen zu halten.

Im Falle von Währungen ist es wichtig, zuerst die Basiswährung zu notieren, um herauszufinden, wie sich die Marge in der Einzahlungswährung berechnet.  Wenn Sie zum Beispiel ein Lot (100.000 Einheiten) des Währungspaares EUR/USD kaufen würden, sähe die Rechnung folgendermaßen aus: (100.000 x Wechselkurs) dividiert durch Hebelsatz.

Was ist der Margenlevel?

Der Margenlevel ist ein wichtiges Konzept, da es notwendig ist, eine gewisse Menge an Marge vorzuhalten, um die gehandelten Positionen offen zu halten.  Der Margenlevel wird in Prozent ausgedrückt, und wenn es unter einen gewissen Grenzwert fällt, kann der Broker Positionen schließen oder dem Kunden einen sogenannten „Margin Call“ zukommen lassen.

Der Margenlevel wird berechnet, indem man das Eigenkapital durch die aktuell verwendete Marge teilt.  Beide dieser Werte schwanken mit der Marktlage, weshalb die meisten Plattformen, welche Margenhandel anbieten, die Werte (und Veränderungen) in Echtzeit berechnen.

Nutzen Sie folgende Formel, um das Margenlevel zu berechnen:
Margenlevel in Prozent = Eigenkapital/Marge * 100 %

Broker weisen jedem Währungspaar ein in Dollar angegebenes Margenlevel zu. So können sie zum Beispiel festlegen, dass Händler 4,75 $ für ein Mini-Lot des Währungspaares GBP/USD mit einem Margenlevel von 0,0475 zuteilen müssen.

Was ist Margen

 

 

Was ist ein Hebel?

Sobald Sie mit dem Handeln begonnen haben, werden Sie feststellen, dass Marge und Hebel miteinander in Verbindung stehen. Die beiden Werte haben ein besonderes Verhältnis zueinander: je niedriger die Marge, desto höher der Hebel, und umgekehrt.

Es ist besonders wichtig, die erforderliche Sorgfalt walten zu lassen, wenn man über den Hebelsatz nachdenkt, den man nutzen möchte. Denken Sie daran, dass beim Währungshandel starke Kursschwankungen auftreten können und ein hoher Hebelsatz Ihr allgemeines Risiko erhöhen kann.

Mittels eines Hebels kann man mit einer sehr geringen Starteinlage äußerst große Handelsvolumen bewegen. Dadurch werden Ihre Gewinne vergrößert, aber möglicherweise auch Ihre Verluste.

Hier ein Beispiel, um zu verdeutlichen, wie sich ein Hebel auf Ihre Handelstätigkeit auswirkt:

Erinnern Sie sich daran, dass Hebel und Marge zusammenarbeiten. Der Grund, weshalb wir einen Hebel haben, ist der, dass dieser uns ermöglicht, Positionen zu eröffnen, die viel größer sind als das zur Verfügung stehende Kontoguthaben.

Lassen Sie uns annehmen, dass der Hebelsatz 50:1 ist. Das heißt, dass die zugehörige Marge 2 % beträgt (1/50 = 2 %). Falls Ihr Handelskonto eine Marge von 5000 $ zur Verfügung hätte, könnten Sie damit ein Handelsvolumen von bis zu 250.000 $ bewegen. Der Hebel „vergrößert“ die Summe, mit der Sie handeln können, was Ihnen erlaubt, beim Devisenhandel deutlich größere Positionen zu eröffnen.

Was ist ein Bonus beim Devisenhandel?

Von Zeit zu Zeit kommt es vor, dass Ihr Broker Ihnen einen Bonus anbietet, den Sie beanspruchen können, sofern Sie die Bedingungen des Bonus-Angebots erfüllen.

Ein Beispiel einer Bedingung für einen Bonus ist, innerhalb von 30 Tagen nach Kontoeröffnung eine Mindestanzahl an Orders zu platzieren. Andere Sonderangebote umfassen Handelswettbewerbe, Belohnungen für das Werben von Freunden, Boni für Einzahlungen ab einer gewissen Höhe und so weiter.

Es ist wichtig, stets das Kleingedruckte der Bonus-Angebote zu lesen, um die Bedingungen zu verstehen, unter denen es Ihnen möglich ist, Ihren Bonus einzulösen.

Berechnung des Eigenkapitals vor der Auszahlung von Geldmitteln von Ihrem Devisenhandelskonto

Falls Sie feststellen möchten, über wie viel Eigenkapital Sie verfügen, bevor Sie sich dazu entscheiden, Ihr Guthaben abzuheben, müssen Sie mehrere Grundsätze beachten.

Das folgende Beispiel wird Ihnen verdeutlichen, wie einfach es ist, das Eigenkapital Ihres Handelskontos zu bestimmen:

Nehmen wir an, Sie haben einen Restsaldo auf Ihrem Handelskonto. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und sehen Sie sich den Kontostand an. Schauen Sie darüber hinaus nach offenen Orders, kumulierten Gewinnen und Verlusten offener Positionen, Kommissionen und positiven sowie negativen Swaps.

Die Summe, welche Sie abheben können, hängt von all diesen Faktoren ab. Wir empfehlen Ihnen nicht , den kompletten zur Verfügung stehenden Betrag abzuheben, da Sie von plötzlichen Veränderungen an den Finanzmärkten überrascht werden könnten und es immer am besten ist, wenn man liquide Geldmittel zur Hand hat.

Wie Sie ihre Eigenkapital ihres Handelskonto berechnen